Welpenprägung und Sozialisierung

 

In der sogenannten Welpenzeit finden die grundlegenden körperlichen Entwicklungen statt. In dieser Phase kommet es zudem zur charakterlichen Prägung, bzw. Sozialisationsphase des Hundes. Es ist daher eine wichtige Zeit in der Hundeerziehung.

 

Vielerorts wird die Integration eines erwachsenen Hundes empfohlen. Das Kennenlernen von erwachsenen Hunden ist generell nicht unproblematisch, aber auch nicht generell abzulehnen. Jedenfalls nie in einer Welpenstunde zusammenführen. In der Meinung ein gut erzogener erwachsener Hund könne dem Welpen einiges beibringen. Die Welpen wurden von der Mutter im Normalfall bereits geprägt. Erwachsene Hunde müssen keine Welpentoleranz mitbringen oder können diese unter Umständen verlieren.

 

Der Hund lernt beim ersten Mal, somit wird vor allem eine schlechte Erfahrung mit einem Mal zum Gelernten, das sich später bei dieser Erinnerung unbewusst spiegelt und das Verhalten prägt.

 

Lernen heisst: Gehörtes, Gefühltes, Erlebtes zu speichern und abzurufen, wenn sich die gleiche Situation ergibt um mit der richtigen Reaktion zu beantworten.

 

Welpenprägung und Sozialisierung

 

Welpenspiel, Prägung und Sozialisierung sind in der Lektion zu integrieren.

 

Welpenspiel ist sinnvoll in kleinen Minuteneinheiten von höchsten 2-4 Welpen, in einer unproblematischen Gruppierung, ein lernendes Spiel zuzulassen.

 

Was bedeutet Prägung und Prägungsphase?

 

Die Prägephase drängt sich beim Welpen ab ca. der 4-10 Woche stark in den Vordergrund. Der Welpe will die Sinnesleistungen anregen und zu grösseren Fähigkeiten entwickeln. Die Neugier und Beweglichkeit nimmt zu, der Züchter und Neuhundebesitzer werden gefordert diese Reize zu befriedigen.

 

Im Vordergrund stehen hier Sozialprägung und Umweltprägung. Die Welpen Übungsleiter sind in dieser wichtigen Phase da, die Hundehalter zu unterstützen, damit diese Reize stimmuliert werden und die Fähigkeiten sich zu entwickeln, dem Welpen geboten werden.

 

Umweltprägung: neutrales Verhalten im zivilisierten Lebensraum.

 

Bei nicht oder schlecht geprägten Hunden kann dies zu Störungen im Normalverhalten führen.

 

Geräusch-oder Geruchsemissionen, Hektik sowie sensorische Reize wie z.B. Wärme, Kälte, Nässe, verschiedene Untergründe gehören zur Umweltprägung mit.

 

Geprägt wird ein Lebewesen sein ganzes Leben lang, aber negative Erfahrungen in der Prägephase sind fast immer gravierend für das zukünftige Leben.

 

Sozialisierung: neutrale Verhalten gegenüber allen anderen Lebewesen.

 

Neben der Prägungsphase verläuft auch parallel in der 6-bis 14.Woche die Sozialisierungsphase. Der Welpe lernt unbeschwert und leicht die sozialen Gesetze, Strukturen, Hierarchien und deren Ausdrucksformen kennen. Die Grundlage für jede Sozialisierungsform bildet die Gemeinschaft eines Lebewesens. Nicht nur unter Hunden, sondern jede Sozialstruktur, auch in unserem häuslichen Leben. Die Konfrontation sowie Kontakte mit anderen Lebewesen steht hier im Vordergrund.

 

Bindung

 

Bindungsaufbau bedeutet für den Welpen, sich dem Rudel im speziellen dem Rudelführer – Mensch anzuschliessen. Er möchte sich geborgen fühlen und sich eingliedern. Nur bei einer schwachen oder unsicheren Führung würde eine Machtablösung durch ein Rudelmitglied drohen.

 

Wie entsteht eine gute Bindung: Akzeptieren wir unsere Hunde wie sie sind, als Hund und Wesen einer anderen Gattung, die eine andere Art von Kommunikation und gegenseitiges Verstehen bevorzugt als Worte. Hunde erfassen das Gegenüber als Ganzes, in seiner Haltung, im Ausdruck, der Mimik und auch am Geruch. Aufgrund es natürlichen Instinktes ist der Hund in der Lage den Menschen mit seinen Stimmungen innert Sekunden zu erfassen. So scheint es uns manchmal als könne er unsere Gedanken lesen.

 

Der Hund sucht und braucht eine souveräne Führung und schliesst sich dieser gerne an.

 

Eine klare Hierarchie mit einer verständnisvollen artgerechten Erziehung, stärkt die Bindung und das Vertrauen zu dem Menschen.

 

Gemeinsame positive Erlebnisse, z.B. im Spiel, in Aufgaben, im Sport, auf Ausflügen, bei Spaziergängen, im Körperkontakt, beim Streicheln, Pflegen u.s.w. wird die Bindung gefestigt.

 

Durch wechselnde Anforderungen in spannenden Spielen, eingebauten Gehorsamkeitsübungen, Blickkontakt u.s.w. bleiben Mensch und Hund in Kontakt.

 

Machen Sie sich zum interessanten Teampartner für Ihren hochsozialen, wissbegierigen und neugierigen Schüler.

 

 

 

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Letzte Änderung am 

Mittwoch, 17.7.2019